Angst vor der Pleitewelle in den Bundesligen
Jul 14th, 2009 | By admin | Category: SportUnangenehmer kann ein erster Arbeitstag wohl kaum verlaufen. „9.00 Uhr bin ich in der Geschäftsstelle aufgeschlagen, 15.00 Uhr musste ich die Spieler von einem Gehaltsverzicht überzeugen“, sagt Holger Kaiser. Wenigstens hatte der neue Manager der SG Flensburg-Handewitt mit der offenen Kommunikation der finanziellen Sorgen Erfolg: Die Handballprofis aus dem hohen Norden stimmten dem Vorschlag zu und sicherten mit ihrer Zusage, auf zehn bis 15 Prozent ihres Lohnes zu verzichten, die Existenz des Klubs.
Turbulente Tage wie jenen vorvergangenen Mittwoch haben die Flensburger aber nicht exklusiv. Gleich etliche Vereine jammern über finanzielle Schieflagen, allein in der Handball-Bundesliga mussten in der abgelaufenen Saison Essen und Nordhorn Insolvenz beantragen, Absteiger Stralsund zog nach Lizenzverweigerung für die zweite Liga gerade nach.
Im Basketball traf es jüngst die Köln 99ers, und im Volleyball meldete Bayer Leverkusen vergangene Woche die einst so erfolgreiche Frauenmannschaft einfach ab. Abseits des Fußballs trifft es die Vereine im ersten Sommer nach der Finanzkrise so hart wie selten zuvor.